Diagnostic News

Erfolg in Frankreich –
Informationen aus dem
französischen Wirtschaftsleben

Informiert jeden Monat aktuell.

  1. Home
  2.  | 
  3. COFFRA News
  4.  | Verlustrücktrag mildert Steuerprüfung

Diagnostic News

Verlustrücktrag mildert Steuerprüfung

Nov 18, 2008 | COFFRA News, DiagnosticNews

Anrechenbar auf Betriebsprüfung

Die Regelung des steuerlichen Verlustrücktrages sieht vor, dass die in einem Geschäftsjahr (N) realisierten Verluste mit den versteuerten Gewinnen der letzten drei zurückliegenden Geschäftsjahre verrechnet werden können. Dabei entsteht eine Forderung gegenüber dem Finanzamt, die mit zukünftigen Körperschaftsteuerzahlungen verrechnet werden kann, spätestens aber fünf Jahre nach Entstehung vom Staat zurückerstattet wird.

Durch eine neuere Entscheidung des obersten Verwaltungsgerichtshofes („Conseil d’Etat“) vom 19. Dezember 2007 ist nunmehr der Verlustrücktrag auch auf die aus steuerlichen Betriebsprüfungen resultierenden Ergebnisberichtigungen der zugrundeliegenden Geschäftsjahre anrechenbar. In der Praxis ist diese Alternative insbesondere für Gesellschaften, die nach der Ergebniserhöhung durch die Betriebsprüfung strukturell Verlustsituationen ausweisen, interessant. Die Geltendmachung des Verlustrücktrages auf die berichtigten Ergebnisse führt bei diesen Unternehmen langfristig dazu, dass sie durch die „Rückerstattung der Steuerforderung“ ganz oder zumindest teilweise das Betriebsprüfungsergebnis ausgleichen können.

Soweit der definitive Zahlungsbescheid aus der Steuerprüfung erst verspätet ergeht, kann dies sogar dazu führen, dass sich die Auszahlung des Steuerrücktrages zeitlich relativ nahe daran anschließt und somit auch die „CashBelastung“ limitiert wird.

Die Geltendmachung des Verlustrücktrages ist ab dem Zeitpunkt der Festlegung des Betriebsprüfungsergebnisses bis einschließlich 31. Dezember des zweiten darauffolgenden Jahres vorzunehmen. Eine Option ist selbst dann möglich, wenn das Prüfungsergebnis angefochten wird. Zur Illustration nachstehendes Beispiel:

In der geprüften Periode (N1, N2, N3) werden von der Gesellschaft steuerfreie Ergebnisse – entsprechend der Sonderregelung für neugegründete Gesellschaften – realisiert, die im Rahmen der Betriebsprüfung von der Finanzverwaltung verworfen werden. Der Zahlungsbescheid ergeht in N+3. Die Gesellschaft erzielt im Geschäftsjahr N ein steuerlich negatives Ergebnis. Die Gesellschaft kann nunmehr für das Verlustgeschäftsjahr N einen Verlustrücktrag auf die durch die Betriebsprüfung positiv gewordenen Geschäftsjahre N1, N2 und N3 geltend machen. Die Option kann bis zum 31. Dezember des Geschäftsjahres N+5, also zwei Jahre nach dem Zugang des Prüfungsbescheides, durchgeführt werden. Soweit in der Periode bis N+5 keine steuerlichen Gewinne erzielt werden, erfolgt die Rückerstattung spätestens bei Beendigung dieser Laufzeit.

DiagnosticNews kostenlos bestellen.

Alle Artikel aus DiagnosticNews konsultieren: www.coffra.com

Mehr Informationen zu Coffra: www.coffra.de

 

Diagnostic News nach Themen sortiert:


Für Sie nach speziellen Steuer- und Rechtsthemen sortiert:

Diagnostic News Archiv


Alle Ausgaben von Diagnostic News zum Download als PDF