Zahlung einer Geldstrafe

Eine Muttergesellschaft wurde zur Zahlung einer Geldstrafe für wettbewerbsschädigende Praktiken ihrer Tochter verurteilt. Das angerufene Kassationsgericht, Urteil vom 6. Januar 2015, erinnerte in seiner Entscheidung zunächst daran, dass eine zu 100% von der Muttergesellschaft gehaltene Tochter ihr Marktauftreten nicht frei und unabhängig selbst bestimmen könne.
In dem zugrundeliegenden Sachverhalt wurde darüber hinaus festgestellt, dass der Verwaltungsrat der Tochter sich ausschließlich aus Mitgliedern zusammensetzte, die für die Mutter an strategisch wichtigen Posten arbeiteten, bzw. dies in der Vergangenheit getan hatten. Das Kassationsgericht gelangte deshalb zu der Ansicht, dass die Mutter für die Praktiken der Tochter verantwortlich war.