Neuere Verwaltungsanweisungen (BOFiB 18. Februar 2014)

Unselbständige französische Betriebsstätten sind nicht verpflichtet, einen handelsrechtlichen Jahresabschuss zu erstellen.

Steuerlich hingegen unterliegen die ausländischen Unternehmen für die französischen Betriebsstätten für den in Frankreich erzielten Gewinn der Körperschaftsteuer und müssen hierzu auch die entsprechenden Erklärungen einschließlich der Unterlagen bei der Finanzverwaltung abgeben. Im Falle einer steuerlichen Außenprüfung sind sie deshalb gehalten – soweit die Buchhaltung der Niederlassung EDV-mäßig erfasst wird – eine Kopie der Datenträger dem Prüfer auszuhändigen.

Die übergebenen Buchungsunterlagen müssen nicht nach dem Aufbau des starren französischen Kontenplans („plan comptable“) aufgegliedert sein. Insbesondere besteht kein Zwang, die im „plan comptable“ vorgegebene Reihenfolge und Bezeichnung für die französischen Konten einzuhalten.

Es reicht aus, dass die Niederlassungen dem Steuerprüfer eine Überleitungstabelle zwischen den französischen und den benutzten ausländischen Buchungsschemen aushändigen. Es genügt aber auch, der Finanzverwaltung eine Kopie des Datensatzes der Buchungen, nachdem eine Umwandlung in das französische Buchhaltungssystem erfolgte, zur Verfügung zu stellen.

Eine in ausländischer Sprache geführte Buchhaltung muss jedoch zum Zeitpunkt der Außenprüfung in französischer Sprache vorliegen.