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Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

Feb 12, 2008 | DiagnosticNews

Kriterien für die Aktivierung

Recht auf Bau von Windparks

Frankreich hat zum 1. Januar 2005 seine Bilanzierungsregeln u.a. für das Anlagevermögen grundlegend geändert. Dabei wurde bewusst eine Angleichung an die Internationalen Rechnungslegungsprinzipien der IFRS-Standards vorgenommen. So sind ganz generell selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktivierungsfähig, soweit sie die spezifischen Kriterien, die für die aktivierbaren Entwicklungskosten im Gegensatz zu den allgemeinen aufwandsmäßig zu behandelnden Forschungskosten bestehen, erfüllen.

Eine Ausnahme hierzu bilden nur jene selbst geschaffenen Rechte, die eine untrennbare Einheit mit dem Geschäftswert des Unternehmens bilden und damit auch nicht separat veräußert werden können. Die hierfür erbrachten Kosten schließen deshalb, nebenbei wie auch nach IFRS, eine Aktivierung aus (z.B. für selbst geschaffene Marken, Kundenlisten, Geschäftswerte etc.).

Auch Frankreich ist zwischenzeitlich von der Windkrafteuphorie erfasst und versucht, über das ganze Land verteilt entsprechende Parks zu errichten. Die notwendigen Vorarbeiten wie Wind- und Bodenanalysen, Untersuchungen von Flora und Fauna, vielfältige Expertenhonorare, Kosten für den Erhalt der verschiedenen staatlichen Genehmigungen… sind langwierig, sehr kostenintensiv und führen nicht immer zu dem gewünschten Ergebnis: der Erteilung einer Baugenehmigung. Gerade wegen des unsicheren Ausgangs des Verfahrens scheidet deshalb zunächst eine Aktivierung dieser Kosten aus. Mit Erteilung der Erlaubnis können jedoch sämtliche Kosten, die die Kriterien für aktivierungsfähige Entwicklungskosten (z.B. aufteilbar, technisch und wirtschaftlich realisierbar etc.) erfüllen, aktiviert werden.

Im Gegensatz zu den IFRS-Standards besteht jedoch keine Pflicht zur Aktivierung; das französische Handelsrecht empfiehlt jedoch im Rahmen der „Präferenzmethode“ die Aktivierung, wodurch die Annäherung an die internationalen Prinzipien wieder hergestellt wird.

Das Steuerrecht folgt der handelsrechtlichen Wahl, d.h. soweit das Unternehmen sich zur Aktivierung entschließt, ist es auch hieran steuerlich gebunden.

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