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Rückstellungsfähigkeit der Zwangsprämie

Feb 9, 2012 | DiagnosticNews, Steuerrecht

Eventuelle Angabepflicht im Anhang

Wir berichteten bereits mehrfach über die im Frühjahr 2011 angekündigte zusätzliche Arbeitnehmerprämie. Sie fällt für alle Unternehmen mit mehr als 50 Mit­arbeitern, die im Berichtsjahr 2011 eine höhere Dividende ausschütteten als in den beiden vorangegangenen Geschäfts­jahren an. Die Höhe der Prämie ist von der Geschäftsleitung nach freiem Ermes­sen festzusetzen. Die von der Regierung erhoffte Durchschnittsprämie für den einzelnen Mitarbeiter von ca. 750 € wurde nicht erreicht.

In 2012 besteht die obige Verpflichtung weiter. Gesellschaften, die in diesem Jahr gegenüber 2010 bzw. 2011 höhere Dividendenzahlungen vorsehen, sind zur Zahlung dieser Arbeitnehmerprämie verpflichtet. Hierzu erhebt sich die Frage, ob die für 2012 vorgesehenen Prämien­zahlungen bereits im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 zurückgestellt werden können.

Die Verordnung Nr. 2011-04 vom 10. Novem­ber 2011 verneint diese Frage. Demnach ist die Prämie in dem Geschäftsjahr aufwandsmäßig zu verbuchen, in dem die Hauptversammlung über die Ausschüttung einer höheren Dividende gegenüber den beiden Vorjahren beschließt. Diese Versammlung kann aber erst in 2012 stattfinden; eine antizipierte Rückstellungsbildung entfällt damit.

Unabhängig davon ist jedoch der Prämienbetrag, der in 2011 anfiel und von signifikanter Bedeutung für das Unternehmen war, im Bilanzanhang des Jahresabschlusses 2011 zu erwähnen.

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