Begrenzte steuerliche Optimierungsmöglichkeit

Die an einen in Frankreich tätigen, aber dort steuerlich nicht ansässigen Arbeitnehmer ausgezahlten Gehälter und Sachbezüge unterliegen – soweit keine abweichenden internationalen Abkommen zwischen den betroffenen Staaten vorliegen, der französischen Quellenbesteuerung („retenue à la source”). In Deutschland werden diese Bezüge – außer der Einbeziehung in die Progression – keiner weiteren Steuerbelastung unterworfen.

Die französische Quellenbesteuerung beträgt zwischen Null und 20%. Soweit ein von der Finanzverwaltung jährlich festgelegter Betrag überschritten wird – für 2013 beläuft er sich auf 41.327 € – ist eine normale französische Einkommensteuererklärung für die gesamten Bezüge abzugeben. Die im Rahmen der Quellenbesteuerung bereits gezahlten Beträge sind in Abzug zu bringen.

Bei der Ermittlung der für die Quellenbesteuerung relevanten Bemessungsgrundlagen kann der in Frankreich übliche Pauschalabschlag des Einkommensteuerrechts von 10% geltend gemacht werden. Ebenso ist es gestattet, den Arbeitnehmeranteil der deutschen Sozialversicherung in Abzug zu bringen.

Nachstehend die für das Kalenderjahr 2013 festgelegten Besteuerungsstufen (nach Pauschalabschlag und bei ganzjährigem Aufenthalt):

Jahresvergütung (€) Steuersatz (%)
< 14.245 Null
≥ 14.245 ≤ 41.327 12
> 41.327 20

Die günstige französische Quellenbesteuerung kann für die Vergütung des Führungspersonals ausländischer Muttergesellschaften genutzt werden. Oftmals werden durch diese Personen begrenzt nachweisbare Tätigkeiten in Frankreich durchgeführt (z.B. Stellung des Präsidenten, Geschäftsführers, …). Hierfür kann eine besondere Entlohnung, die auch innerhalb der Gruppe von den Gesamtbezügen des Begünstigten wieder in Abzug gebracht wird, vereinbart werden. In den obigen Grenzen könnte damit eine limitierte Einkommensteueroptimierung erreicht werden.