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Kampf gegen den Berufsstress

Apr 8, 2008 | DiagnosticNews

Regierung schließt ein Bonus-Malussystem nicht aus

Der französische Arbeitsminister Xavier Bertrand möchte den Stress am Arbeitsplatz abbauen. Aufgrund internationaler und nationaler Erhebungen ergeben sich jährlich immense Schäden durch die permanent ansteigende Stresssituation bei den Arbeitnehmern. Laut dem internationalen Büro für Arbeit (BIT) sollen 3-4 % des jährlichen Bruttosozialprodukts (BSP), für Frankreich bedeutet dies 60 Mrd. €, dadurch verloren gehen. Eine Untersuchung der französischen Krankenversicherung – bereits aus 2004 – ergab, dass ein Viertel aller berufsbedingten Krankheitsausfälle von mehr als zwei bis vier Monaten auf Stress zurückzuführen seien. 

Die französische Öffentlichkeit wurde in den letzten Monaten durch weitere Meldungen, die die Arbeitssituation bei den französischen Automobilherstellern in einer sehr unkonfortablen Weise darstellen, aufgeschreckt. Danach gab es bei Renault in einem einzigen Technikzentrum (Guyancourt – 11.000 Arbeitnehmer) innerhalb von zwei Jahren sechs Selbstmorde. Peugeot hatte während eines Jahres (2007) sieben Selbsttötungen zu verzeichnen, diesmal aber über die ganze Gruppe verteilt.

 

Es besteht also in den Augen des französischen Arbeitsministers akuter Handlungsbedarf. Die Bewältigung des Arbeitsstresses kann seiner Meinung nach nicht mehr allein von den eigentlich zuständigen Unternehmen gelöst werden. Er möchte deshalb auf einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung aufbauend sich zunächst entsprechende Messwerkzeuge und verlässliche Analysen beschaffen. Hierzu soll das staatliche Institut für Statistik („Institut National de la Statistique et des Etudes Economiques – INSEE“) eine Umfrage ausarbeiten, aufgrund derer jährlich das globale französische Stressniveau am Arbeitsplatz gemessen werden könnte. Lange Zeit war die Durchführung einer solchen Aufgabe von stattlicher Seite für unmöglich erachtet worden. Der so global ermittelte Stressindikator am französischen Arbeitsplatz könnte laut Arbeitsminister Xavier Bertrand dazu benutzt werden, ein Bonus-Malus-System einzuführen, das bei dem einzelnen Unternehmen je nach Höhe des festgestellten Stressniveaus und unter Berücksichtigung der eingeleiteten Abbaumaßnahmen zum Einsatz kommen würde.

Der französische Arbeitsminister Xavier Bertrand möchte den Stress am Arbeitsplatz abbauen. Aufgrund internationaler und nationaler Erhebungen ergeben sich jährlich immense Schäden durch die permanent ansteigende Stresssituation bei den Arbeitnehmern. Laut dem internationalen Büro für Arbeit (BIT) sollen 3-4 % des jährlichen Bruttosozialprodukts (BSP), für Frankreich bedeutet dies 60 Mrd. €, dadurch verloren gehen. Eine Untersuchung der französischen Krankenversicherung – bereits aus 2004 – ergab, dass ein Viertel aller berufsbedingten Krankheitsausfälle von mehr als zwei bis vier Monaten auf Stress zurückzuführen seien. 

 

 

Die französische Öffentlichkeit wurde in den letzten Monaten durch weitere Meldungen, die die Arbeitssituation bei den französischen Automobilherstellern in einer sehr unkonfortablen Weise darstellen, aufgeschreckt. Danach gab es bei Renault in einem einzigen Technikzentrum (Guyancourt – 11.000 Arbeitnehmer) innerhalb von zwei Jahren sechs Selbstmorde. Peugeot hatte während eines Jahres (2007) sieben Selbsttötungen zu verzeichnen, diesmal aber über die ganze Gruppe verteilt.

Es besteht also in den Augen des französischen Arbeitsministers akuter Handlungsbedarf. Die Bewältigung des Arbeitsstresses kann seiner Meinung nach nicht mehr allein von den eigentlich zuständigen Unternehmen gelöst werden. Er möchte deshalb auf einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung aufbauend sich zunächst entsprechende Messwerkzeuge und verlässliche Analysen beschaffen. Hierzu soll das staatliche Institut für Statistik („Institut National de la Statistique et des Etudes Economiques – INSEE“) eine Umfrage ausarbeiten, aufgrund derer jährlich das globale französische Stressniveau am Arbeitsplatz gemessen werden könnte. Lange Zeit war die Durchführung einer solchen Aufgabe von stattlicher Seite für unmöglich erachtet worden. Der so global ermittelte Stressindikator am französischen Arbeitsplatz könnte laut Arbeitsminister Xavier Bertrand dazu benutzt werden, ein Bonus-Malus-System einzuführen, das bei dem einzelnen Unternehmen je nach Höhe des festgestellten Stressniveaus und unter Berücksichtigung der eingeleiteten Abbaumaßnahmen zum Einsatz kommen würde.

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