Zusätzliche Mehrabschreibung auf Anschaffungen ab 15. April 2015

Die Investitionen der Unternehmen kommen nicht richtig in die Gänge. Die Regierung möchte nun mit einer überraschend schnell getroffenen Maßnahme ein Zeichen setzen und dadurch eine Initialwirkung erzeugen. Danach kann nun für Investitionen in produktive Mittel, die in der Periode vom 15. April 2015 bis 14. April 2016 getätigt werden, eine zusätzliche Mehrabschreibung in Höhe von 40% des Erwerbspreises über eine fünfjährige Laufzeit durchgeführt werden.

Im Klartext heißt dies, dass zum Beispiel für einen Maschinenerwerb ab dem 15. April, mit einem Wert von 1 Mio. € über fünf Jahre verteilt, ein zusätzlich steuerlich absetzbarer Betrag von 400.000 € gewährt wird. Von der Investitionsunterstützung sind zum Beispiel grundsätzlich alle Güter betroffen, die nach dem französischen Steuerrecht die degressive Abschreibungsmethode anwenden können und die unter eine der folgenden Kategorien fallen:

  • Maschinen und Einrichtungen der Produktion und Transformation
  • Förderanlagen
  • Installationen für Wasseraufbereitungs- und Luftverbesserungsanlagen
  • Maschinen und Einrichtungen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte
  • Softwareprogramme, soweit sie untrennbar mit der degressiv abschreibungsfähigen Maschine verbunden sind

Die zusätzliche Mehrabschreibung („suramortissement“) ist laut der Richtlinie des Finanzministeriums vom steuerlichen Gewinn des Unternehmens abzugsfähig. Die steuerliche Behandlung in einer Verlustperiode ist nicht geregelt.

Es handelt sich um eine rein steuerliche Maßnahmen, die außerhalb der Ermittlung des handelsrechtlichen Jahresergebnisses erfolgt und nur bei der Errechnung des steuerlichen Ergebnisses berücksichtigt wird. Damit hat sie auch keinen Einfluss auf die steuerliche Behandlung eines eventuellen Buchgewinns im Falle des Ausscheidens des erworbenen Wirtschaftsgutes. Hingegen steht in diesem Fall der Betrag für die durchgeführte Mehrabschreibung bis zum Weggang der Maschine definitiv dem Unternehmen zu.