Informationspflichten zur Nutzung des Steuerkredits („CICE“)

Überprüfungs- und Berichtspflicht des Abschlussprüfers

Der Steuerkredit („CICE“), der zur Ankurbelung der Wettbewerbsfähigkeit und Personalrekrutierung seit 2013 den Unternehmen gewährt wird, soll – laut Art. 244 Abschnitt C des Steuergesetzbuches („CGI“) – u.a. dazu dienen, Investitionen, Forschungsaufwendungen, Innovationen, Personaleinstellungen und neue Markterschließungen zu finanzieren. Auf keinen Fall darf er dazu benutzt werden, höhere Dividendenausschüttungen oder Gehaltserhöhungen bei den leitenden Führungskräften durchzuführen.

Die Unternehmen müssen über die Verwendung des ihnen gewährten Steuerkredites entweder im Anhang oder in einem Beiblatt zum Jahresabschluss berichten. Der gesetzliche Abschlussprüfer („Commissaire aux comptes“) ist verpflichtet, die Angaben des Unternehmens zu überprüfen und gegebenenfalls bei nicht vorhandenen bzw. unrichtigen Angaben darüber in seinem Prüfungsbericht zu berichten sowie je nach der relativen Bedeutung der festgestellten Unregelmäßigkeit dies bei seinem Testat zu berücksichtigen. Darüber hinaus muss er – soweit keine Angaben zur Verwendung des „CICE“ gemacht werden, dies der zuständigen Verwaltungsbehörde sowie den Überwachungsgremien des Unternehmens (z.B. Aufsichtsrat, Audit-Komitee, …) mitteilen.

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Geschrieben von

Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von COFFRA. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er COFFRA. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die COFFRA heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.