Entscheidend ist der ursprünglich erklärte Betrag

Folgender Sachverhalt lag der nachstehenden Entscheidung zugrunde: Eine Gesellschaft erhielt ein Bankdarlehen über 26.220 €, wofür sich zwei Einzelpersonen in unterschiedlichen, aber gleichgefassten Urkunden verbürgten. Die Bürgschaftserklärungen legten fest, dass sich die Bürgen solidarisch, jeder auf den Maximalbetrag von 13.110 € begrenzt, verpflichteten. Nachdem die Gesellschaft in Konkurs gefallen war, machte die Bank gegenüber den Bürgen ihre Forderung geltend. Das angerufene Gericht verurteilte die Bürgen gesamtschuldnerisch zur Zahlung von 26.220 € an die Bank, wobei festgelegt wurde, dass die Haftung des jeweiligen Bürgens auf 13.110 € zu begrenzen war. Das Kassationsgericht berichtigte, mit Urteil vom 13. September 2016, die Entscheidung des Vorgerichtes. Eine Verurteilung über 26.220 € war nicht möglich, da jede Bürgschaftsurkunde die Haftungshöhe auf 13.110 € begrenzte. Danach konnten die beiden Bürgen gesamtschuldnerisch nur zur Zahlung von 13.110 € verurteilt werden. Soweit ein Bürge zur Zahlung dieses Betrages (13.110 €) verpflichtet würde, könne er auch nur 6.555 € von dem anderen Mitbürgen zurückverlangen.