Gewährung eines Steuerkredits für Forschungs- und Entwicklungskosten in der Bekleidungsindustrie

Auch der Zulieferer wird begünstigt

Ein Steuerkredit für Forschungs- und Entwicklungskosten („crédit d’impôt recherche“, „CIR“) in der Textil-, Bekleidungs- und Lederbranche kann den Unternehmen, die eine industrielle Aktivität in diesen Bereichen ausüben, gewährt werden. Dabei muss es sich um Ausgaben handeln, die im Zusammenhang mit der Erarbeitung von neuen Kollektionsentwürfen bei der Produktion entstehen. 

So kann auch eine Gesellschaft, die Stoffmuster entwickelt, die nicht zum Verkauf bei den Kunden bestimmt sind, aber der Schaffung von neuen Kollektionen dienen, in den Genuss eines „CIR“ gelangen. Dabei können die Personalkosten für die betroffenen Ingenieure und Produktionstechniker, die bei der Erarbeitung der Stoffmusterentwürfe tätig sind, in die Berechnung des „CIR“ aufgenommen werden. 

Sogar die Gesellschaft, die selbst keine neuen Kollektionen erstellt, kann für die oben erwähnten Personalkosten bei der Stoffmusterentwicklung den „CIR“ beantragen. Damit wird auch der Zulieferer begünstigt, soweit die Musterentwicklungen im Rahmen seiner industriellen Tätigkeit erfolgen.

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Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von COFFRA. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er COFFRA. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die COFFRA heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.