Artikel - COFFRA

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Editorial: Die zweite Halbzeit von Emmanuel Macron:

Größter Wachstumsbeitrag in der Eurozone | Schwierige Rentenreform So ändern sich die Zeiten. Zum ersten Mal seit 2004 kommt der größte Wachstumsbeitrag in der Eurozone aus Frankreich, so die französische Überwachungsstelle für die Wirtschaftskonjunktur (OFCE). Dies beruht auf den Wachstumserwartungen Frankreichs für 2019, die derzeitig mit 1,3% angegeben werden, im Gegensatz zu Deutschland, wo sie nur noch bei 0,5% liegen. hier Weiterlesen...
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Keine Senkung des Körperschaftsteuersatzes in 2019 für Unternehmen mit mehr als 250 Mio. Euro Umsatzvolumen

Die Zugeständnisse an die Gelbwesten machen kurzfristig realisierbare, staatliche Geldeinnahmen erforderlich. Durch das Finanzgesetz vom 24. Juli 2019 wurde die für 2019 vorgesehene Senkung des Körperschaftsteuersatzes von bisher 33,3% auf 31% für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 250 Mio. € ausgesetzt. Das vom Gesetzgeber gesetzte Ziel, generell den Körperschaftsteuersatz für alle Unternehmen unabhängig ihrer Größenordnung bis 2022 auf 25% hier Weiterlesen...
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Staatsunternehmen sind besonders schlechte Zahler

Der Stromerzeuger EDF wurde mit der bisherigen Höchststrafe belegt Die staatliche Behörde („DGCCRF“), der u.a. die Überwachung der gesetzlichen Zahlungsziele unterliegt, verhängte über den zu 83% staatlich kontrollierten Monopolisten EDF wegen eines entsprechenden Verstoßes die Rekordstrafe von 1,8 Mio. €. Die Höhe der Strafe stand nach Ansicht der Behörde in einem angemessenen Verhältnis zu den angesammelten Geldmengen, die durch die hier Weiterlesen...
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Loyalitätsmissachtung eines Verwaltungsrates gegenüber der Muttergesellschaft

Gesellschaftsinteresse der Tochter geht vor Eine Unternehmensgruppe setzte sich aus einer Muttergesellschaft, die in der Rechtsform einer AG („SAS“) geführt wurde, und drei Töchtern zusammen. Zwei Eheleute waren sowohl in der Ober-, als auch in den Untergesellschaften Verwaltungsräte. Der Verwaltungsrat der „SAS“ beschloss, mit der Mehrheit seiner Mitglieder, zwei seiner Gesellschafter als Organe in die Geschäftsleitung der drei Töchter zu hier Weiterlesen...
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Herzinfarkt während einer Sitzung

Anerkannter Arbeitsunfall Für einen Unfall, der während der Arbeitszeit oder während eines Arbeitseinsatzes eintritt, besteht grundsätzlich die Vermutung, dass ein Arbeitsunfall vorliegt.  In dem vorliegenden Sachverhalt verstarb ein leitender Angestellter an den Folgen eines Herzinfarkts, der während einer Direktionssitzung eintrat. Die gesetzliche Krankenversicherung verweigerte, den Todesfall als Arbeitsunfall anzuerkennen. Das angerufene Berufungsgericht stimmte dieser Entscheidung zu. Nach den vorliegenden Tatumständen hier Weiterlesen...
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Besondere Umstände beim Mobbing

Verhalten des Mitarbeiters verringert nicht die Verantwortung des Arbeitgebers Folgender Sachverhalt lag dem Urteil des Kassationsgerichts vom 13.Juni 2019 zugrunde: Von einem Berufungsgericht wurde ein Arbeitgeber wegen moralischer Belästigungshandlungen und gewerkschaftlicher Diskriminierung gegenüber einer Personalvertreterin verurteilt. So wurden gegenüber der Arbeitnehmerin mehrere Entlassungsversuche eingeleitet, die jedoch von der Arbeitsinspektion als ein Verstoß gegen ihre Mandatsausübung abgelehnt wurden. Des Weiteren behinderte hier Weiterlesen...
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Voraussetzungen für das Vorliegen eines Teilzeitarbeitsvertrages

Bestehende Vermutung kann vom Arbeitgeber widerlegt werden Ein Friseursalon, der auf Außerhaustätigkeiten spezialisiert war, schloss mit einer Frisörin einen Teilzeitarbeitsvertrag ab: Danach war die Mitarbeiterin in der Festlegung ihrer Arbeitszeit völlig frei. Sie war lediglich verpflichtet, mindestens vier Stunden pro Monat für den Salon tätig zu werden. Auf dieser Grundlage war das Arbeitsverhältnis über eine Zeitdauer von 15 Jahren bis hier Weiterlesen...
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Pauschalvergütungskonvention mit der Belegschaft

Schriftliches Einverständnis erforderlich Durch eine Pauschalvergütungs-konvention („Convention de forfait“) kann zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Pauschalvergütung, die ebenfalls einen Ausgleich für die Überstunden mitumfasst, abgeschlossen werden. Hierzu bedarf es der schriftlichen Zustimmung des Arbeitnehmers, so das Arbeitsgesetzbuch, Art. L 3132-55. In dem zugrundeliegenden Sachverhalt forderte der Arbeitnehmer die Zahlung der von ihm geleisteten Überstunden. Der Arbeitgeber verneinte die Berechtigung zu hier Weiterlesen...
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Editorial: Schwachstellen und Risiken des Haushaltsbudgets 2020

Das Budget 2020 ist von größter Vorsicht geleitet. Jegliche Konfrontation mit den verschiedenen Volksmeinungen soll von vorneherein vermieden werden. Die Gelbwestenbewegungen sind noch lange nicht vorbei und können jederzeit wieder hohe Wellen schlagen.  Rein zufällig könnte der vorliegende Entwurf als eine letzte Hommage an den gerade verstorbenen und äußerst populären Präsidenten Jacques Chirac, der in seiner langen Regierungszeit immer wieder hier Weiterlesen...
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Höhere Steuersätze führen nicht unbedingt zu höheren Steuereinnahmen

Beispiel: Die Umstellung der Besteuerung von Dividendenerträgen Die Regierung Hollande unterwarf die Einkünfte aus Dividenden und Zinsen der progressiven Einkommensteuer. Damit wurden diese Einkünfte neben Sozialsteuern (u.a. „CSG“ und „CRDS“) von damals 15,5% (inzwischen auf 17,2% erhöht) noch mit der individuellen Einkommensteuer, deren Sätze sich von 14% bis 45% belaufen, belegt.Diese Maßnahme, die beim Spitzensatz (45%) eine Gesamtsteuerbelastung von 60,5% zur hier Weiterlesen...
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Hohe Geldstrafen für die Nichtdeklarierung von ins Ausland transferierten Wertbeträgen

Bestätigung durch das Verfassungsgericht Natürliche Personen, die in ein EU-Land Geldbeträge, Wertpapiere oder Goldbestände ohne Zwischenschaltung eines Finanzinstitutes transferieren oder aus einem EU-Land erhalten, sind für jeden Vorgang mit einem Mindestwert von 10.000 € verpflichtet, eine Zollerklärung abzugeben. Bei Nichteinhaltung dieser Vorschrift wird eine Geldstrafe in Höhe von 50% des nicht deklarierten Wertbetrages aufgrund des Gesetzes „Loi 2016-731“ vom 3. hier Weiterlesen...
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Wiederholter Misserfolg bei Prüfungstests

Vorliegen eines Kündigungsgrundes Ein Unternehmen im Sicherheitssektor entließ eine Angestellte, die in der Überwachungsabteilung eines Flughafens beschäftigt war. Die Mitarbeiterin war viermal bei einem Prüfungstest an der mit Röntgenstrahlen vorgenommenen Gepäckkontrolle durchgefallen. Sie weigerte sich, sich einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen. Gegen die daraufhin erfolgte Kündigung machte die Mitarbeiterin geltend, der Misserfolg bei den Tests hätte ihre Bestellung als Flughafensicherheitsangestellte hier Weiterlesen...
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Steuer- und abgabenbefreite Jahresperiode

Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um acht Tage Ein unverheirateter, kinderloser, französischer Arbeitnehmer musste dieses Jahr im Durchschnitt bis zum 18. Juli 2019 arbeiten, um für seine Jahresbelastung an Steuern und Sozialabgaben aufzukommen. Ab diesem Zeitpunkt kann er über sein Arbeitseinkommen frei von diesen Belastungen verfügen. Dies stellt eine Verbesserung von acht Tagen gegenüber dem Vorjahr dar, in dem ihm die hier Weiterlesen...
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Geschwindigkeitsüberschreitung durch ein Firmenfahrzeug

Strafrechtliche Verurteilung der Gesellschaft bei  Nichtanzeige des Fahrers Ein Firmenfahrzeug wurde bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung geblitzt. Der Strafbescheid wurde von der Gesellschaft bezahlt, wohingegen der Fahrer des Fahrzeugs nicht genannt wurde. In der Folge erhielt die Gesellschaft einen Strafbescheid wegen Nichtbenennung des Schuldigen.  Die Gesellschaft stellte einen Antrag auf Rücknahme des Strafbescheids, woraufhin sie beim „Polizeigericht“ vorgeladen wurde. Im Verlaufe der hier Weiterlesen...
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Streit über die gesetzliche Konsultationsfrist bei kollektiven Entlassungsplänen

Überschreitung stellt die Ordnungsmäßigkeit des Verfahrens nicht in Frage Bei der Durchführung einer kollektiven Entlassung („PSE“), bei der mindestens zehn Arbeitnehmer innerhalb von 30 Tagen in einem Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern entlassen werden, sind folgende Bestimmungen zu beachten: Der Arbeitgeber muss den nach den neuen Arbeitsrechtsbestimmungen eingeführten „Sozial- und Wirtschaftsrat“ („Comité Social et Economique“, „CSE“) oder, soweit der „CSE“ hier Weiterlesen...
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Rückstellungshöhe für die Gutscheine von übernommenen Patenschaften neuer Kunden

Die Handelsspanne bleibt unberücksichtigt Folgender Sachverhalt lag dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Versailles vom 14. Mai 2019 zugrunde: Eine Gesellschaft verkaufte ihre Artikel über das Internet ausschließlich an die Mitglieder ihrer Webseite. Hierzu hatte das Unternehmen ein Gutscheinsystem eingerichtet, nach dem es den bestehenden Kunden für die Übernahme von Patenschaften an neuen Kunden einen Gutschein in Höhe von 8 € gewährte. hier Weiterlesen...
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Coffra übernimmt die Pariser Steuerberatungsgesellschaft Exafi

Unsere Gruppe erwarb die französische Kanzlei Exafi. Wir verstärken durch die Übernahme unsere Mitarbeiterzahl um die drei Gründungspartner und deren 15 Kollegen. Der Personalbestand von Coffra erhöht sich damit auf 170 Professionelle, die ein Honorarvolumen von 22 Mio. € erzielen. Die Kanzlei Exafi, die u.a. auf die Betreuung und Reorganisation von in Schwierigkeiten geratenen Unternehmen spezialisiert ist, erweitert die Angebotspalette hier Weiterlesen...
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Editorial: Verbesserte Ausgangslage für die weiteren Reformarbeiten

Für die diesjährige französische „Rentrée“ – der Neustart nach der langen Sommerpause – liegen keine allzu schlechten Vorzeichen vor. Im Gegensatz zum Vorjahr, als die „Leibwächter-Affäre Benalla“ die politischen Wogen in der normalerweise informationsarmen Ferienzeit hochschlagen ließ, den Popularitätsverlust von Emmanuel Macron einleitete und schließlich zu den Gelbwesten-Demonstrationen führte.  Keinerlei ähnliche negative Ereignisse waren im Sommer 2019 zu verzeichnen. Ganz hier Weiterlesen...
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Das „Barème Macron“ für Entlassungsabfindungen ist rechtsgültig

Entscheidung des Kassationsgerichts Das Kassationsgericht in seiner Plenarsitzung vom 8. Juli 2019 hat die neuen Abfindungstabellen, die durch die Arbeitsrechtsreform in 2017 – das sogenannte „Barème Macron“ – eingeführt wurden und eine Begrenzung der Entlassungszahlungen vorsehen, für rechtskräftig erklärt (vgl. DiagnosticNews Nr. 160).  Die Regierung dürfte durch dieses Urteil erleichtert aufatmen. Seit Inkrafttreten der neuen, gesetzlichen Regelungen hatten ca. 20 hier Weiterlesen...
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Moralische Belästigungen außerhalb eines normalen Arbeitsverhältnisses

Erfüllung einer Straftat Das Kassationsgericht verneinte bisher in seiner Rechtsprechung die Anwendung des strafrechtlichen Tatbestands einer „moralischen Belästigung“ zwischen Personen, die nicht in einem Arbeitsverhältnis zueinanderstanden. So auch mit Urteil vom 13. Dezember 2016, in dem es sich um zwei medizinische Berufsträger handelte, die unabhängig voneinander in einer Bürogemeinschaft arbeiteten.  Eine Erweiterung seiner ständigen Jurisprudenz nahm nun das Kassationsgericht mit hier Weiterlesen...