Verwaltungsdekret vom 18. September 2014

Das obige Verwaltungsdekret trägt der bei der elektronisch geführten Buchhaltung praktizierten Gepflogenheit Rechnung. So werden die Journale und das Inventurbuch (‚livre d’inventaire“), in das u.a. die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung zu übertragen sind, bereits seit Jahren in elektronischer Form geführt. Diese Möglichkeit besteht nunmehr auch für das Hauptbuch („grand livre“), in dem die Sachkonten zusammengefasst werden. Damit entfällt die bisher notwendige Nummerierung der einzelnen Seiten dieses Dokuments, die für die Identifikation der Konten notwendig war.

Darüber hinaus wurden durch das obige Dekret weitere Vereinfachungen eingeführt. Hierzu zählt zunächst der Wegfall der obligatorischen Aufstellung über die Ergebnisse der fünf letzten Geschäftsjahre, die den Aktionären bisher vor der Hauptversammlung zugesandt werden musste. Eine entsprechende Darstellung ist vielmehr Gegenstand des Lageberichtes.

Des Weiteren ist der Lagebericht bei nicht börsennotierten Gesellschaften nur noch auf Anfrage am Firmensitz und nach Zahlung der Versandkosten erhältlich.

Und schließlich ist die Hinterlegung des Jahresabschlusses beim Handelsregister – soweit dies elektronisch erfolgt – erst zwei Monate nach der Hauptversammlung, die ihn genehmigt, vorzunehmen.