Diagnostic News

Erfolg in Frankreich –
Informationen aus dem
französischen Wirtschaftsleben

Informiert jeden Monat aktuell.

  1. Home
  2.  | 
  3. COFFRA News
  4.  | Einverständliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses – „Rupture conventionnelle“

Diagnostic News

Einverständliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses – „Rupture conventionnelle“

Jan 30, 2009 | COFFRA News, DiagnosticNews

Ein neues, erfolgversprechendes Verfahren

Durch das Modernisierungsgesetz zum Arbeitsmarkt vom 25. Juni 2008 wurde eine neue Form der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses („rupture conventionnelle“) eingeführt. Sowohl auf Seiten der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber kann bereits einige Monate danach von einem gewissen Erfolg für dieses neue Verfahren gesprochen werden. Nachstehend einige Gründe, die besonders die Wahl der „rupture conventionnelle“ empfehlen.

Das „einverständliche Auseinandergehen“, das bisher in Frankreich im Rahmen einer „Transaktion“ erfolgte und im Ergebnis mit dem neuen Verfahren vergleichbar ist, war umständlich und teilweise sehr gekünstelt. So war es im Regelfall das Resultat eines vorangegangenen, absprachegemäß in Szene gesetzten, mit absichtlich übertriebenen Forderungen belegten Streites. Die Transaktion beendete offiziell diese Auseinandersetzung und legte die Folgen sowie die zu zahlenden Entschädigungen fest. Diese Vorgehensweise diente vorwiegend dazu, in bestimmten Grenzen die steuerliche Abzugsfähigkeit und die Freistellung von der Sozialversicherung zu gewährleisten sowie einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherung zu sichern.

Im Rahmen der „rupture conventionnelle“ kann das gleiche Ergebnis ohne einen „künstlichen Streit“ erzeugen zu müssen, erzielt werden. Die festzulegende Mindestentschädigung muss als Unterstgrenze der gesetzlich fixierten Entlassungsentschädigung entsprechen. Trotz der einverständlichen Trennung hat der Arbeitnehmer auch weiterhin, wie bei dem bisherigen „Transaktionsverfahren“, einen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung. Und letztlich muss bei der „rupture conventionnelle“ nicht die Kündigungsfrist („delai de préavis“), die in der Regel drei Monate (leitende Angestellte) beträgt, berücksichtigt werden. Die Homologisierung der „rupture conventionnelle“ regelt im Wesentlichen alle Ansprüche. Die Praxis wird zeigen, ob hiermit die gleiche Rechtssicherheit wie bei der alten Vorgehensweise erreicht wird.

Diagnostic News nach Themen sortiert:


Für Sie nach speziellen Steuer- und Rechtsthemen sortiert:

Diagnostic News Archiv


Alle Ausgaben von Diagnostic News zum Download als PDF