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Die französische E-Steuerbilanz

Nov 13, 2011 | DiagnosticNews

Ein Vergleich zu Deutschland

Deutschland führt zum 1. Januar 2012 die elektronische Steuerbilanz ein. Ab die sem Zeitpunkt sind 1,3 Millionen Unternehmen, deren Geschäftsjahr nach diesem Stichtag beginnt, verpflichtet, ihre Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung elektronisch dem Finanzamt zu übermitteln.

Viele deutsche mittelgroße Gesellschaften fürchten sich vor einer Verpflichtung, die bereits seit einigen Jahren in Frankreich besteht und ohne größere Schwierigkeiten auch von den Unternehmen akzeptiert wurde.

Die Einführung einer elektronisch übermittelten „ Steuerbilanz“ stellte hier aber auch ein weit geringeres Unterfangen dar als das gleiche Vorhaben in Deutschland. Dazu muss man wissen, dass bereits die Ausgangslage in beiden Ländern sehr unterschiedlich ist. Frankreich kennt grundsätzlich keine Trennung zwischen Steuer- und Handelsbilanz. Die beim Finanzamt einzureichende „ Bilanz“, die nebenbei auch schon immer auf amtlichen Vordrucken („imprimés“) erfolgt und bereits grundsätzlich drei Monate nach Geschäftsjahres ende dort vorliegen muss, ist identisch mit dem Abschluss, der von den Gesellschaftern zu einem späteren Zeitpunkt (sechs Monate nach Bilanzstichtag) zu verabschieden ist.

In den umfangreichen Unterlagen der Einkommensteuererklärung („liasse fiscale“) liegt außer dem nach handelsrechtlichen Vorschriften erstellten Abschluss eine Überleitung des buchhalterischen (handelsrechtlichen) Ergebnisses auf das steuerliche vor.

Das französische Rechnungswesen basiert auf einem gesetzlich vorgeschriebenen, einheitlichen – nur einige Branchen verfügen über Sonderregelungen – formalisierten Kontenrahmen („plan comptable“), der sowohl für die steuerlichen als auch handelsrechtlichen Belange die Ausgangslage darstellt.

Der Umstieg von der Papierbasis auf eine elektronische Abgabeversion, der seit einigen Jahren für Unternehmen mit mehr als 15 Mio. D Umsatz verpflichtend ist, hatte deshalb keine wesentlichen innerbetrieblichen Umstrukturierungsarbeiten zur Folge. Dem Zug der Zeit folgend wurden auch für wesentlich kleinere Unternehmen andere Steuererklärungen, wie die für die Mehrwertsteuer, Gewerbesteuer, einschließlich der damit verbundenen Zahlungen, der elektronischen Datenübertragung verpflichtend unterworfen.

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