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Die Aufwertung des Anlagevermögens

Okt 7, 2011 | DiagnosticNews

Die Ermittlung des Zeitwertes

Das französische Handelsrecht sieht die Möglichkeit vor, die Werte des körperlichen Anlage- sowie die des Finanzanlagevermögens über die bilanziellen Ansätze hinausgehend neu zu berechnen und durch den Zeitwert („valeur actuelle“) zu ersetzen. Eine Neubewertung ist auf diese beiden Positionen des Anlagevermögens beschränkt, insbesondere scheidet sie für alle immateriellen Werte wie z.B. Marken, Geschäftswerte u.a. aus.

 

Des Weiteren muss der Aufwertungsvorgang die Gesamtheit der oben erwähnten Anlagepositionen betreffen, eine Neubewertung nur eines Einzelwertes ist nicht möglich. Der beim Aufwertungs- Des Weiteren wurde in der „lettre de confort“ zugesichert, der Tochtergesellschaft die notwendigen Geldmittel zur Verfügung zu stellen, damit diese den Bankkredit zurückzahlen könnte. Letztlich hatte die Mutter laut abgegebener Erklärung darauf zu achten, dass die entsprechenden Mittel nicht zu anderen Zwecken benutzt werden konnten. Nachdem das Insolvenzverfahren über die Tochtergesellschaft eröffnet wurde, forderte die Bank bei der Muttergesellschaft die Zahlung an, die von dieser jedoch verweigert wurde. Als vorgang erzielte Unterschiedsbetrag ist handelsrechtlich zu neutralisieren und im Eigenkapital gesondert auszuweisen, steuerlich jedoch ertragswirksam zu behandeln.

 

Die Kammer der französischen Wirtschaftsprüfer, „CNCC“, hat in einer neueren Stellungnahme (EC 2011-13) zu der Ermittlung des Zeitwertes einige Indikatoren angegeben. Danach unterscheidet der „CNCC“ zwischen abtrennbaren und nicht abtrennbaren Aktivwerten. Für die erste Kategorie, also für Werte, deren Abtrennung vom Anlagevermögen die Weiterführung des Unternehmens nicht wesentlich beeinträchtigt, kann – so die Wirtschaftsprüfer- Begründung führte diese aus, die von ihr abgegebene Erklärung könne nicht als ein Engagement zur direkten Schuldübernahme der Tochter aufgefasst werden. Der Kassationsgerichtshof in Handelssachen verurteilte mit Entscheidung vom 17. Mai 2011 die Muttergesellschaft zur Zahlung. Nach Ansicht des Gerichtes war das abgegebene Unterstützungsschreiben als eine Verpflichtung zur Erreichung eines bestimmten Ergebnisses zu interpretieren. kammer – ein möglicher Verkaufspreis den Zeitwert darstellen. Für die nicht abtrennbaren Aktivwerte hingegen, also die Vermögensgegenstände, die unabkömmlich für die Weiterführung der Geschäftstätigkeit sind, sollte der Gesamtbetrag für die aufgewerteten Positionen nicht den globalen Unternehmenswert überschreiten. Ergänzend verweist der „CNCC“ auch auf die einschränkende Haltung der Börsenkommission, die für diese Gegenstände sogar jegliche Aufwertung ablehnt, soweit sich das Unternehmen in einer strukturellen Verlustsituation ohne mittelfristige Perspektiven auf eine positive Trendwende befindet.

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