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Der befristete Arbeitsvertrag ist präzise zu begründen

Okt 5, 2017 | Arbeitsrecht, DiagnosticNews

Risiko der Umqualifikation

Das Gesetz fordert, dass der befristete Arbeitsvertrag („CDD“) eine ausreichend präzise Begründung für seinen Abschluss enthält (Arbeitsgesetzbuch – „Code du travail Art. L 1242-2“). Soweit dies nicht der Fall ist, erfolgt eine Umqualifikation in einen normalen zeitlich unbegrenzten Arbeitsvertrag („CDI“). In dem oben zitierten Paragraphen des „Code du travail“ werden die Gründe, die zum Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrags berechtigen, genannt, wie z.B. Ersatz für einen abwesenden Arbeitnehmer, zeitlich vorübergehender Anstieg des Geschäftsvolumens des Unternehmens.
Im Urteil des Kassationsgerichts vom 9. Juni 2017 wird dieser Grundsatz wiederum bestätigt: Der dem Gericht vorliegende Vertrag gab als Begründung für den Zeitvertrag eine Mehraktivität an, die auf die Erhöhung der Mittelbereitstellung für den Kundentelefondienst zurückzuführen war. Das Kassationsgericht bestätigte die oben angegebene Erklärung für das Vorliegen einer Mehraktivität als ein ausreichend präzisiertes Motiv für den Abschluss eines Zeitvertrags. Die Umqualifikation in einen „CDI“ wurde damit ausgeschlossen.

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