Ein Scheckbegünstigter klagte auf Zahlung seiner Forderung mit der Begründung, den geschuldeten Geldbetrag nicht erhalten zu haben. Das angerufene Gericht stellte dazu fest, dass der Scheck ohne besondere Einwendungen von der Bank angenommen worden war. Der Versand des Schecks durch einfachen Brief sei auch nicht als ein fehlerhafter Vorgang zu betrachten. In der Tat hätten keine erschwerenden Umstände, die eine besondere Wachsamkeit erfordert hätten, festgestellt werden können. Der Scheck sei auch weder gestohlen noch gefälscht gewesen. Das Gericht verwarf deshalb die Klage des Scheckinhabers.

Der angerufene Kassationsgerichtshof, Urteil vom 5. November 2013, berichtigte die vorliegende Entscheidung: Die Übergabe eines Schecks wäre nur dann einer Bezahlung gleichzusetzen, wenn der Geldbetrag auch vom Begünstigten einkassiert worden wäre. Es obläge damit dem Schuldner, die effektive Gutschreibung des Geldbetrages zu beweisen.