Berechnung der gesetzlichen Arbeitnehmergewinnbeteiligung

Steuergutschrift bleibt unberücksichtigt

Bei der Berechnung der gesetzlichen Arbeitnehmergewinnbeteiligung („participation des salariés aux bénéfices“) ist vom „Nachsteuergewinn“ des Unternehmens auszugehen. Soweit also z.B. Verlustvorträge, aber nur in Höhe der neuen Bestimmungen, geltend gemacht werden können, vermindert sich entsprechend die Berechnungsbasis. Wie ist jedoch zu verfahren, wenn das Unternehmen über Steuergutschriften („crédit d’impôt“) verfügt, die von der Körperschaftsteuer abgesetzt werden können? Erhöht sich damit die Bemessungsgrundlage und im Ergebnis die Beteiligung der Arbeitnehmer?

Die Antwort ist nunmehr eindeutig: Der Abzug hat keinen Einfluss auf den für die Arbeitergewinnbeteiligung zugrunde zu legenden Steuergewinn des Unternehmens. So die Entscheidung des obersten Verwaltungsgerichtshofes („Conseil d’Etat“) vom 20. März 2013.

Die Finanzverwaltung hatte bisher eine gegenteilige Handhabung praktiziert; sie ist damit hinfällig. Die Entscheidung des „Conseil d’Etat“, die speziell für die Handhabung der Steuergutschrift für Forschung bei der Arbeitnehmergewinnbeteiligung getroffen wurde, ist auf alle sonstigen Steuergutschriften und insbesondere auf den Ende 2013 erstmalig auf den „crédit d’impôt“ für die Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen anwendbar.

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Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von COFFRA. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er COFFRA. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die COFFRA heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.