Erhöhung des Körperschaftsteuersatzes für größere Unternehmen

Einbeziehung der Umsätze von ausländischen Filialen der Gruppe

Für Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 250 Mio. € wurde eine Sonderabgabe von 5% auf den bestehenden Körperschaftsteuersatz von 33,3% (neuer Satz damit 34,9%) eingeführt. Es handelt sich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme für die Geschäftsjahre 2011 bis 2012. Die herangezogene Umsatzbasis errechnet sich auf den in Frankreich realisierten Vorgängen einschließlich der Umsätze der ausländischen unselbständigen Niederlassungen („succursales“). Ebenso wird im Falle einer französischen Organschaft („intégration fiscale“) der Gesamtumsatz des Organkreises herangezogen.

Für französische Niederlassungen von ausländischen Gruppen gilt die gleiche Regelung in umgekehrter Richtung. Soweit ihre Umsätze in Frankreich die Schwelle von 250 Mio. € nicht erreichen, aber dies durch Hinzurechnung der ausländischen Umsätze erfüllt wird, ist die Erhöhung des französischen Körper­schaftsteuersatzes zwingend. Natürlich erfolgt die Besteuerung nur auf dem Ergebnis der französischen Niederlassung.

Diese Regelung kann damit für alle auch noch so unbedeutenden steuerpflichtigen französischen Niederlassungen deutscher Gruppen, die ein entsprechendes Umsatzvolumen realisieren, zur Anwendung kommen.

Geschrieben von

Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von Coffra. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er Coffra. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die Coffra heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.