Umstellung auf SEPA-Format

Letzte Frist – 1. Februar 2014
Aktivierungsfähige Kosten

Ab dem 1. Februar 2014 sind alle Zahlungsvorgänge, die in der Euro-Währung vorgenommen werden, nach dem neuen Format SEPA (Single Euro Payment Area) abzuwickeln. Schon mehrmals wurde dieses Datum verschoben; nunmehr müssen die Unternehmen handeln und ihre Systeme anpassen. Nach Ablauf des obigen Festdatums können keine Überweisungen oder Abbuchungen in dem bisherigen nationalen Format mehr vorgenommen werden.

Die Umstellung in SEPA hat Veränderungen im IT-System und im Zahlungsablauf der Unternehmen zur Folge. So sind u.a. Arbeiten bei verschiedenen Softwareprogrammen der Firmen für die Verwaltung der Geldkonten, der Finanzbuchhaltung, der Gehaltsabrechnung etc. erforderlich.

Diese Aufwendungen, die dazu dienen, bestehende Systeme mit den gesetzlichen Bestimmungen in Einklang zu bringen und entsprechend zu adaptieren, sind nach Auffassung von Francis Lefèbvre zu aktivieren. Es handelt sich, so die Meinung dieses maßgebenden französischen Autors, um Kosten, die in der Zukunft wirtschaftliche Vorteile generieren und damit auch der Definition eines aktivierungsfähigen Wirtschaftsguts entsprechen. Darüber hinaus führen die vorgenommenen Anpassungen auch zu einer Reduzierung der bisherigen Datenbearbeitungskosten.

Unabhängig von diesen bilanztechnischen Fragen ist jedoch unverzüglich mit der Umstellung auf SEPA, was zu nicht unerheblichen Arbeiten in den Firmen führen kann, zu beginnen. Es besteht nur noch eine Frist von sechs Monaten!

Geschrieben von

Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von COFFRA. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er COFFRA. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die COFFRA heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.