Rückstellung für RTT

Erhöhte Aufmerksamkeit bei Bilanzerstellung geboten

Mit Einführung vor einigen Jahren der generellen 35-Stundenwoche wurden auch die so genanten RTT-Tage geschaffen. Bei diesen handelt es sich um zusätzliche freie Tage (in der Regel 10 bis 15 pro Jahr), die die Arbeitszeitverkürzung ermöglichen, ohne die effektiv erbrachte Wochenarbeitszeit einzuschränken.

Die französische Regierung hat im Rahmen eines Maßnahmenpakets zur Stärkung der Kaufkraft kürzlich angekündigt, dass ein Rückkauf der RTT-Tage durch die Unternehmen unter nicht weiter erläuterten Bedingungen möglich sein wird (siehe auch DiagnosticNews Nr. 33 – Dezember 2007). Diese Ankündigung ist bei den betroffenen Arbeitnehmern auf große Aufmerksamkeit gestoßen. Es ist davon auszugehen, dass viele Arbeitnehmer diese Möglichkeit in 2008 in Anspruch nehmen werden, zumal nicht ausgeschlossen wird, dass dabei die gleichen Regeln wie für die Bezahlung von Überstunden (Zuschlag von 25% sowie Freistellung von Steuern und Sozialabgaben) gelten.

Für den Abschluss zum 31. Dezember 2007 gilt es deshalb, die schwebenden Verpflichtungen aus noch nicht genommenen RTT-Tagen genauestens zu beleuchten. Dabei ist insbesondere sicherzustellen, dass das Unternehmen über entsprechende Instrumente verfügt, um die RTT-Tage für jeden Mitarbeiter individuell zu erfassen. Die Bewertung hat dann auf der Grundlage des im neuen Geschäftsjahr gültigen Gehalts zu erfolgen.

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Geschrieben von

Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von COFFRA. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er COFFRA. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die COFFRA heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.