Keine Senkung des Körperschaftsteuersatzes in 2019 für Unternehmen mit mehr als 250 Mio. Euro Umsatzvolumen

Die Zugeständnisse an die Gelbwesten machen kurzfristig realisierbare, staatliche Geldeinnahmen erforderlich. Durch das Finanzgesetz vom 24. Juli 2019 wurde die für 2019 vorgesehene Senkung des Körperschaftsteuersatzes von bisher 33,3% auf 31% für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 250 Mio. € ausgesetzt. Das vom Gesetzgeber gesetzte Ziel, generell den Körperschaftsteuersatz für alle Unternehmen unabhängig ihrer Größenordnung bis 2022 auf 25% zurückzufahren, bleibt aber weiterhin aufrechterhalten. 

Die vor Inkrafttreten des obigen Gesetzes geleisteten Vorauszahlungen erfolgten noch nach dem ursprünglich vorgesehenen reduzierten Satz von 31%. Hingegen ist bei den nächsten Vorauszahlungsterminen der alte Steuersatz von 33,3% wieder anzuwenden. Die Modalitäten für die Regulierung der eingetretenen Mindereinnahmen sind noch von der Finanzverwaltung festzulegen. 

Es ist noch daran zu erinnern, dass die Unternehmen mit einem Jahresumsatzvolumen von mindestens 1 Mrd. € die letzte Körperschaftsteuervorauszahlung im Gegensatz zu den vorangegangenen auf der Basis des geplanten Ergebnisses und dann natürlich zu einem Satz von 33,3% ermitteln müssen. 

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Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von COFFRA. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er COFFRA. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die COFFRA heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.