Steuerbefreiungen auf die Auslandsbezüge von in Frankreich angestellten Arbeitnehmern

Berechnungsmodalitäten

Bei Vorliegen bestimmter Kriterien sind die Bezüge von in Frankreich steuerlich domizilierten Arbeitnehmern, die sie zur Vergütung ihrer Auslandstätigkeit erhalten, teilweise oder auch ganz von der französischen Einkommensteuer befreit. 

Eine Befreiung kommt insbesondere dann in Betracht, wenn diese Personen eine Arbeitnehmertätigkeit von mehr als 120 Tagen während eines Jahres für die kommerzielle Marktbearbeitung des französischen Unternehmens im Ausland erbringen. 

Für die Errechnung der im Ausland erbrachten Tätigkeit wird auch insbesondere die gesamte Urlaubszeit berücksichtigt, einschließlich der Nutzung von gewährtem Sonderurlaub, der dem Arbeitnehmer für die Bearbeitung der Spezialmission durch den Arbeitgeber eingeräumt wurde. Dabei ist es unerheblich, wo – im Inland oder Ausland – der Urlaub verbracht wurde. 

Auch der nicht genommene Urlaub, der dem Arbeitnehmer auf einem Zeitkonto gutgeschrieben wurde, wird grundsätzlich für die Ermittlung der Auslandsdauer berücksichtigt. 

Die entgegengesetzte Ansicht, die vom Verwaltungsgericht vertreten wurde, wurde durch den „Conseil d’Etat“ mit Urteil vom 24. Juni 2019 als rechtswidrig angesehen und verworfen. 

Geschrieben von

Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von COFFRA. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er COFFRA. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die COFFRA heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.