Abtretung von Beteiligungen an Immobiliengesellschaften

Technische Installationen sind keine Gebäudebestandteile Berechnungsweise des Immobiliencharakters

Die Abtretung von Beteiligungen an Immobiliengesellschaften unterliegen einer Verkehrsteuer („droit d‘enregistrement“) von 5%. Diese Steuer gilt ebenfalls für Gesellschaften, deren Immobilienvermögen mindestens 50% der Aktiva darstellt. 

In dem vorliegenden Sachverhalt ging es um die steuerliche Behandlung von technischen Installationen (eine Turbine, ein CEAT-Kabel und einen elektrischen Schaltschrank), die gemäß Art. 524 des Zivilgesetzbuches („code civil“) als Gebäude aufgrund ihrer Bestimmung angesehen werden. Die Finanzverwaltung hatte, um die Frage des Immobiliencharakters einer Gesellschaft bestimmen zu können, wobei laut den steuerlichen Vorschriften 50% der Aktiva Immobilien darstellen müssen, die technischen Installationen als Bestandteile des Immobilienvermögens angesehen und damit die Abtretung der Anteile der obigen Besteuerung unterworfen. 

Das angerufene Berufungsgericht von Toulouse, Urteil vom 23. April 2018, lehnte die steuerliche Behandlung der Finanzverwaltung ab. Danach können Mobilien, die mit industriellen Installationen festverbunden sind, weder als Immobilien noch als Rechte an Immobilien angesehen werden. Diese Mobilien scheiden damit für die Festlegung des Immobiliencharakters einer Gesellschaft im Hinblick auf die Bestimmungen des Art. 726 des Steuergesetzbuches aus. 

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Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von Coffra. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er Coffra. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die Coffra heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.