Forderungsverzicht einer aktiven Holding

Steuerliche Abzugsfähigkeit

Eine Holdinggesellschaft, die für ihre Tochterfirmen Dienstleistungen durchführt, um deren Warensortiment zu platzieren, und dafür günstige Konditionen bei den Gruppenlieferanten aushandelt, unterhält geschäftliche Beziehungen zu ihren Beteiligungsgesellschaften. Die von ihr gegenüber ihren Gruppengesellschaften ausgesprochenen Forderungsverzichte haben damit einen kommerziellen Charakter und sind steuerlich abzugsfähig, so das Urteil des obersten Verwaltungsgerichts („Conseil d’Etat“) vom 7. Februar 2018.

Das Berufungsgericht von Lyon hatte zuvor dem Forderungsverzicht einen Finanzcharakter beigelegt – womit der steuerliche Abzug entfiel – und die Entscheidung der Finanzverwaltung bestätigt.

Im vorliegenden Sachverhalt bestanden nahezu die gesamten Umsatzerlöse aus an die Beteiligungsgesellschaften fakturierten Dienstleistungen, die wesentlich höher waren als die von diesen an die Holding ausgeschütteten Dividenden. Ein eventueller Ausfall der Beteiligungsgesellschaften hätte zu negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Holding geführt und zeigte damit eindeutig den Handelscharakter der Beziehungen innerhalb der Gruppe.

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Dr. Kurt Schlotthauer ist der Gründer und CEO von Coffra. Seit 1972 engagiert er sich im deutsch-französischen Geschäftsumfeld. 1985 gründetet er Coffra. Zusammen mit über 140 Mitarbeitern betreut die Coffra heute mehr als 650 Unternehmen weltweit.

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