Große Veränderungen in den Aufsichtsgremien der französischen Börsenunternehmen

Ende der „Altherrenclubs“

Das Zeitalter der Altherrenclubs der französischen börsennotierten Aufsichtsgremien ist definitiv beendet. Ihre Mitglieder sind nicht mehr nur französische Männer, die über mehrere Mandate verfügen, älter, teilweise viel älter als 60 Jahre sind und aus den gleichen Eliteschulen hervorgehen. Durch die Auswirkungen der gesetzlichen Bestimmungen (Loi Copé-Zimmermann von 2011) ist in der Zwischenzeit eine starke Verweiblichung eingetreten.

Nach einer Untersuchung der Personalberatungskanzlei Spencer Stuart bestehen die Verwaltungsräte aus 42% Frauen, wobei der weibliche Anteil in den Unternehmen Engie, Legrand, Michelin, Publicis, Sodexo und Vivendi bereits bei über 50% liegt. Das Luxusunternehmen Kering (vormals Pinault) verfügt schon über 60% an weiblichen Vertretern und hat damit die gesetzliche Obergrenze, die eine männliche Minimumzahl von 40% fordert, überschritten.

Eine andere wichtige Veränderung, die sich in den französischen börsennotierten Aufsichtsgremien abzeichnet, ist der Ausländeranteil, der nunmehr bei 37% gegenüber 31% in 2014 liegt. Dabei stellen anglosächsische Länder mit 37% den größten Anteil.

Quelle: Artikel Les Echos vom 19.09.2017

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